01.5091 - Heure des questions. Question
Agrocarburants produits en Afrique
Déposé par John-Calame Francine
Date de dépôt 08.03.2010
Déposé au Conseil national
Etat des délibérations Liquidé
Texte déposé
J'ai lu dans la presse qu'une entreprise suisse a loué pour 50 ans 10 000 hectares de terres agricoles en Sierra Leone pour y produire du bioéthanol issu de la canne à sucre, alors que la population subvient difficilement à ses besoins alimentaires de base.
- Le Conseil fédéral est-il prêt à interdire l'importation de bioéthanol produit au détriment de l'agriculture vivrière ?
- Cette production agricole industrielle pour nourrir nos moteurs est-elle compatible avec notre politique de développement ?
Réponse du Conseil fédéral du 08.03.2010
La réponse du Conseil fédéral n'existe qu'en allemand.
Merz Hans-Rudolf, Bundesrat: Die Schweiz vertritt gegenüber Biotreibstoffen eine sehr restriktive Haltung. Damit solche Treibstoffe in den Genuss einer Steuererleichterung kommen, müssen ökologische und soziale Mindestanforderungen eingehalten werden. Ein Einfuhrverbot ist dagegen zurzeit nicht vorgesehen.
Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates hat im Oktober 2009 die parlamentarische Initiative 09.499, "Agrotreibstoffe. Indirekte Auswirkungen", eingereicht. Diese Initiative verlangt unter anderem, dass die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln für die Bevölkerung im jeweiligen Anbaugebiet sichergestellt ist. Zurzeit wird die Initiative durch eine Subkommission der UREK bearbeitet.
Das in der Frage erwähnte Projekt bildet Gegenstand verschiedener Beiträge im Internet: Diese zeigen, dass das in Sierra Leone hergestellte Bioethanol für den Markt der Europäischen Union bestimmt sein dürfte.
Aus Schweizer Sicht ist zur Frage Bioethanol aus Sierra Leone Folgendes festzustellen: Bis heute wurde aus diesem Land kein Bioethanol in die Schweiz importiert. Ferner wurde bis anhin bei der Oberzolldirektion kein Gesuch um Steuererleichterung für die Einfuhr von Bioethanol aus Sierra Leone eingereicht.